morgengeschwurbel

Dienstag, 13. Oktober 2009

Randbemerkung

p1820ex2

coffeeDer Herbst. Das Laub. Die Reifen.
Das Projekt.
Der Kaffee. Das Wasser. Die Milch.
Mein Projekt.
Herr Mörlin. Der Sand. Das Schippchen.
Sein Projekt.
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sandcastles
Quelle
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Überflüssiges Morgengeschwurbel

Dienstag, 14. April 2009

Geschuppter Verrat

herr-moerlin33Manchmal schaue ich in meine Kristallkugel und dann sehe ich Geschehnisse, die anderen verborgen bleiben. So letztens, als ich mich von der gläserne Kuller in den Süden führen ließ. In einen großen Palast, schon viele hunderte Jahre alt, Stätte der Macht von alten Männern und alten Lehren. An einem reich verzierten, ja fast überladen wirkenden Schreibtisch saß ein älterer, weißhaariger Mann und las mit verdrießlicher Miene.
"Punk," schnaufte er leise und runzelte die Stirn.
"So ein Punk," ächzte er schon lauter und der prunkvolle Sessel knarrte bedenklich.
"Das glaub' ich jetzt einfach nicht. Dauernd dieser Verrat."
Er schnaufte verächtlich. Das Papier raschelte und dann warf er es mit wildem Schwung auf den Schreibtisch, die Papierbögen flatterten hin und her und fielen matt auf den Schreibtisch zurück. Wütend begann er zu schreien:
"Punk!"
"Punk!"
"Punk!"
"Punk!"
"Punk!"
"Alle sofort verhaften und exkommunizieren, diese Verräter, diese dammichten flossigen....."
Mit jedem Aufschrei hüpfte er höher und seine weiße Soutane wedelte wild in der Gegend herum, seine faltigen Fäustchen ballten sich und das weiße, sonst sorgfältig gekämmte Haar flatterte wie ein zerzaustes Banner im Wind. Irgendwann verstummte er und fiel erschöpft mit hochrotem Kopf in seinen Sessel. Einzig ein leises Schluchzen war nun in dem großen Saal zu hören.
In den Fluren des großen apostolischen Palastes irgendwo im Süden Europas standen in den Fluren die Schweizergardisten der Guardia Svizzera Pontificia und verzogen kein Gesicht. Still und stramm standen sie da und keine Hellebarde zitterte auch nur im geringsten.
Selbst die Fische im nahen Teich nahmen keinerlei Notiz von dem Wutausbruch.
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fish49
Worum es ging:
Die sexuelle Vereinigung reicht in der Geschichte der Evolution weiter zurück als bisher angenommen. Australische und britische Wissenschaftler stießen beim Studium von 380 Millionen Jahre alten Fischfossilien auf Embryos - bislang wurde angenommen, dass die Befruchtung von weiblichen Eizellen innerhalb des Körpers erst vor 350 Millionen Jahren bei Wirbeltieren einsetzte - zuvor war die Eiablage und die anschließende Befruchtung die Regel......"Sex hat sehr viel früher begonnen, als wir gedacht haben", sagte die Paläontologin Zerina Johanson vom Naturhistorischen Museum in London.
Quelle

Wenn Herr Mörlin gläsern mörtelt

Mittwoch, 8. April 2009

Es ist nicht dasselbe

ZiegengeigeHeute ist wieder einmal Zeit für den Blues.
Der Chef gefällt sich in leicht durchschwingender Melancholie.
Früher hat er sich jeden Mittwoch gefreut. Auf den Abend.
Mittwoch am Abend. Pünktlich um 22 Uhr.
Der Boston und der Legal.
Der dicke schlitzgeohrte freche Danny C.
Und der abgeschlafft-verschnodderte Alan S.
Und die unvergleichlich brilliante Queen, Frau Schmidt.
Candice you are so great and beautiful!
Alles andere dazu leckeres Gemüse.
Abgesetzt, ohne zu zucken, von einer dummen Ignorantenbande.
Jaaa, ich weiß, es gibt DVD's, hat der Chef ja auch dazuliegen. Doch es ist so jammervoll beliebig, sie irgendwann im Laufe der Woche einzulegen und sich berieseln zu lassen.
Keine Vorfreude, ach ja. Es ist eben nicht dasselbe.
Doch ab jetzt üben wir, damit es nicht so beliebig ist.
Mittwochs 22 Uhr.
Wiederholungen dürfen beliebig geschaut werden. Hat Herr Mörlin durchgesetzt.
Sonst flüstert er den ganzen Tag.... "Danny Crane"
Übrigens, sind sie nicht ein Bild für die Götter?
Neben Dr. House und den Interviews der Doofen nach den Fußballspielen das einzig erträgliche von allen Fernsehstationen.
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kaukasisch gekreidetes morgengeschwurbel mit leichtem blues

Montag, 23. März 2009

Peer und das Reichsbankgold

montag
p1820ex2Alles war zugenagelt, verriegelt und verrammelt.
Herr Mörlin hatte gar alle Ritzen mit seinem Kaugummi zugeschmiert und auch den allerletzten Ritz mit dem klebrigen breitgemampften Zitronendrops von Mr. Heid zugeschmiert und sich dann für die neue Woche in Schale geworfen.
Fein rausgeputz, hat nix genutzt.
Der graugräuliche Montag ist des Nachts durch alle Linien gesickert und hat sich wieder überall breitgemacht. Fast hätte er die letzten fulminaten Ermittlungsergebnisse unseres investigativen Burgendienstes aufgefressen. Ein letztes Bild konnten wir allerdings retten und wollen es unserer aufmerksamen Leserschaft voller Stolz nicht vorenthalten:
Der gierschlundige windige Dukatenjongleur Peer S. , Mitglied der hammelreitenden Gebirgsmarine und grob babbelnder Verächter aller lila Käsekühe, in cognito beobachtet bei seiner vergeblichen Suche nach dem verschollenen Reichsbankgold in der Privattoilette des A.H. in den Katakomben des Führerbunkers in der Normannenstraße.
gez. Möxelpixel, Chef der Burgenabwehr und des investigativen Burgendienstes

Mr. Heid bestreitet es allerdings heftigst und vermutet auf dem Foto den durchgeknallten Christian Str. auf der Suche nach seinem letzten Joint. Oder der letzten Kapsel Hitler-Speed.
trainspotting-klo02
heute etwas früher morgengeschwurbelt

Donnerstag, 19. März 2009

Gott würfelt nicht

Frosch02
Wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut.
Wir haben uns aufgeopfert, ja selbst von unserem Blut haben wir ein wenig gespendet.
Wir waren am Axel - Springer - Hochhaus, voll gespielter Ehrfurcht und würgendem Ekel vor diesem Tempel der Heuchelei und Scheinheiligkeit.
All diese Mühen und den Tort nur um den Albert hier ab und an zu Wort kommen zu lassen.
Albert und seine hehren Weisheiten zu aktuellen Problemen.
Aus der erfolgreichen Fernsehserie "Gott würfelt nicht"
Und wir reiten jetzt wieder voll verpeilt in die sonnigen Weiten der staubigen Steinmeerprärie ......
...............der Sonne entgegen, dem Mond hinterher und den Freuden des Lebens auf der Spur.
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Einstein-Peer-Steinbrueck

frohgemutes Morgengeschwurbel

Montag, 16. März 2009

Wipe out

montag
p1820ex2Ach ja, meine Damen und Herren, eine neue Woche hat begonnen. Verbales Durchmischen ist angesagt, schlamperte Begrifflichkeiten wuchern aus den verblödeten Hirnen, kryptisch entrophal kräuselt sich die angeekelt enteilte vertickende Raumzeit.
Mit sorgenvoll gebleckten gelbfleckigen Zähnen blickt der blutrünstige hirnleere Eingeborene zum grauenverhangenen pulvergeschwängerten Himmel.
Wird die Abschlachtprämie für seine Anschaffung reichen?
Sind alle Blutflecken vom letzten Gemetzel auch randfrei aus der Hose entfernt?
Gelingt es dieses Mal, alle beknackten Krisen mit einer einzigen Salve zu erledigen?
Muss eventuell mit Handgranaten nachgeholfen werden? Oder gar mit dem Flammenwerfer?
Fragen über Fragen, meine Damen und Herren.
Wann hatten Sie ihre letzte Ladehemmung?
Oder gar ..... Hemmung beim finalen Fangschuß?
Und dann... kennen Sie den Unterschied zwischen Steckschuß und Durchschuß? Nein?
Jetzt nicht verzweifeln oder verzagen und gar einen Schluck nehmen. Verspritztes Hirn macht böse Flecken auf der Tapete und dem Perverser.
Und noch etwas mit auf den Weg:
Blowback
"Die Zielballistik untersucht das Verhalten von Projektilen beim Auftreffen auf ein Ziel und die Zerstörung, die es verursacht. Nehmen wir zum Beispiel die 9mm mit Hohlspitzgeschoss. Ein Hohlspitzgeschoss, das den Schädel trifft, pilzt dabei auf. Es bildet Fahnen und die reißen dabei ab. Sie haben dann 6, 8, 10 Partikel des Geschosses, die rasierklingenscharf sind. Sie reißen die Leber in Stücke, die Lunge, Herz, verursachen schwere Schäden an Knochen, Zentralnervensystem und Gehirn. Das nennt sich Blowback."

aus Departed

Drum merke: Nicht jeder Blowjob ist gesundheitlich bekömmlich.
Wipe out.
Kommen Sie gut durch den täglichen Geschoßhagel und denken Sie an die Schmauchspuren.
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aufmunitioniert im morgengeschwurbel

Sonntag, 1. März 2009

Ramm das Ding

Ant-100Er ist weg, All der schöne Schnee.
Und den Februar hat er gleich mitgenommen. Schade drum.
Wann kriegt unsereiner schon mal so einen leckeren Monat angeboten?
Heute morgen hat sich ein frischer Monat erbrochen.
Grell ächzend schlingeln sich die geilen Schlieren am kahlen Himmel.
Der Märzen Becher werden nun gereicht, doch Vorsicht beim Bechern.
Bube, Dame, König, GRAS(S).....
...mach uns nicht schon wieder nass.
Bald werden die schwarzgestrichen Nächte wieder länger wie die gelben Zähne auch.
Der übermütig Gier nach frischem grünen Blute wächst dem fahlgrauen Himmel entgegen.
Zu springen über kalter Steine glatte Flächen
voll wolliger Lust zu rammen das frühlingspralle Ding.
Zwischen Raum und Zeit....
... und Schweinen und Diamanten.
Orange Bowl .....on the road again...... to the shining clockwerk.
TITTY TWISTERS are forever. Open dusk till dawn.
Herr Mörlin...... sattel ER den Schimpansen.....
....wir reiten auf den mol.ekeln Schwingen dem nächsten atomaren Sonnenaufgang entgegen.
Rammstein. From dusk till dawn.
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ein(e) latte condottiere im morgengeschwurbel

Montag, 23. Februar 2009

Unknown secret (I)

montag
p1820ex2Heimtückisch kam er gekrochen.
Still und leise hat er sich in den dunklen Stunden der vergehenden frostigen Nacht in allen Ritzen der klammen steinernen Wände eingenistet und nun lastet sein grauer eisiger Atem auf dem still und gebrochen dem Tagwerk nachgehendem Gesinde der durch die Läufte der Zeit fast gänzlich geschliffenen einstens so stolz erhaben im Steinmeer aufragenden Burg.
Im strengen velociferischem Rhythmus schlägt er alle sieben Tage sein gräßlich Lager hier auf und seine graublaue vor böser Kälte gar nebelhaft schrill dampfende Zunge leckt sachte über die verwirrt zitternden einsamen Ganglienknoten der peingeplagten Burginsassen.
Unser geliebter Montag ist wieder da.
Und doch, er kömmt des Tages nach dem wonnigen Sonntage immer wieder, seit vielen, vielen Umrundungen der kugelrunden goldiggelben freundlichgrinseprallen Sonne um den blaugeschönten erdölgeschwängerten Erdenball trägt es sich so zu. So kann es also nicht nur daran liegen, dass eine tiefe traurige Bedrücktheit heute die geplagt gepeinigten Burginsassen schlaffig schlurfend wie kaltgepresst lahmenden Fusses durch die tropfsteinhöhligen gruselgrauen Kemenaten der schrottigen nebelumwobenen Burg treibt.
Ein böses und gar schwer niederdrückendes Geheimnis lastet schwer schnaufend und subtil übelriechend seit kurzem auf den verhärmten graugesichtigen welkenden Burgbewohnern.
Was kann die bis gestern so vehement in den atomkernstrahlenden blauen Himmel glücksstrahlend rotzenden betenden Menschenkinder so verschreckt und gramgebeugt haben? Wir werden diesem grausigen geheimnisumwitterten Geschehen nachgehen und den interssierten Leser von unseren investigativen Ergebnissen unterrichten.
Da heute wieder einmal draußen alles grau in grau träge darbt, setzen wir etwas dagegen.
Peter Gabriel. The Growing Up Tour. Sky Blue. Mit das Beste, was ich live je erlebt habe.
Dazu tanzen die flotten Strickpullover - Nancies.
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flottes leicht angegruseltes morgengeschwurbel

Dienstag, 11. November 2008

Über den Wolken

coffeeNow. Bald. Nachher.
Keine vier Stunden mehr.
Ab in die Wolken.
Hoffentlich stehen sie nicht wieder mit den Dingern im Anschlag.
Im Anschlag war gestern, sagt Mr.Heid und lacht wohlig mit Herrn Mörlin.
Irgendwo muss die Freiheit das Glück wohl grenzenlos sein.
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bald in den wolken verschwindendes Morgengeschwurbel

Donnerstag, 6. November 2008

Stadt der ?????

Ant-100Die Leser, die hier etwas häufiger mitlesen, kennen ja des Ritters Hassliebe zum quakenden Froschvolk. Da und dort habe ich ja schon manches dazu geschrieben. Muss ich nicht noch explizit ausführen.
Doch als ich letzten Sonntag so durch das sonnige Steinmeer radelte, da war mir nicht nach Fröschen, sondern mehr nach der Stadt der Engel zumute. Sie wissen ja, da wo der anabole Österreicher regiert. Stört mich nicht, denn dabei kommen mir immer schöne Weisen und holde Maiden in den Sinn. Und wie ich so radel und nach holden Maiden ausschaue, da ist es - oder er? - schon wieder.
Ein steinerner wasserspeiender Frosch.
Hockt so dumm in der Gegend rum.
Im Angesicht einer verzauberten steinernen Maid.
Da fällt mir langsam nichts mehr ein.
Bin ich hier in der Stadt der Frösche?
Quaaaak.



hilfloses Rumgequake im mrogengeschwurbel

sunday roses

rose-09

Meinungsfreiheit

Du hast es in der Hand, dir über das und jenes kein Urteil zu bilden und deiner Seele dadurch eine Belästigung zu ersparen. Denn den Dingen selbst ist nicht die Kraft gegeben, unsere Beurteilung zu erzwingen. Marc Aurel – Der Weg zu sich selbst

the emotional crew on the road again

Bauernregel:

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