knight feeling

Sonntag, 11. Mai 2008

Answer

abend-am-see
Es gibt Wörter, die in einem klaren Zusammenhang stehen, Situationen beschreiben können und ein loses Wortpaar bilden.
Frage und Antwort, Erwartung und Enttäuschung sind für mich in diesen Tagen solche Wortpaare. Wortpaare, an denen ich zu kauen habe.
Fragende braune Augen, die mich anschauen in der Erwartung auf meine Antwort. Öffnet mit einer kurzen Bewegung ihre hochgesteckten braunen Haare, die jetzt auf ihre Schultern fallen und mit einer kurzen Handbewegung geordnet werden. Soviel Frau vor mir, dass es mir den Atem nimmt. Fragen in mir erzeugt, die das Meer meiner Gefühle brodeln lassen. Die Unsicherheit erzeugen, vielleicht auch Angst. Unsicherheit vor der oder den Antworten.
Ich weiß es nicht, vielleicht mag ich es mir auch nicht eingestehen. Angst vor dem, was sein wird, wenn ich mich einlasse. Einlasse auf mehr als ein klein wenig, mehr als auf ungebundene Flüchtigkeiten und charmante Spielereien.
Ungebundene Flüchtigkeiten der letzten Jahre.
Behaglich eingerichtet im Niemandsland der Unverbindlichkeiten. In meinem System der Ausreden, wenn es darum ging oder geht, eine feste Beziehung einzugehen.
Ausgewichen bin ich auf die Frage und habe damit eine Antwort gegeben. Eine Antwort, so nicht erwartet, weder von ihr noch von mir, die enttäuscht hat, denn die schönen braunen Augen sind für einen winzigen Moment sehr traurig und zeigen doch gleich wieder Stärke. Etwas, was ich des öfteren hier im Steinmeer beobachte. Meine nichtgegebene Antwort, die auch mich enttäuscht, die mich ratlos zurücklässt und die aus einer beantworteten Frage ein Bündel neuer Fragen vor mich aufbaut. Mich zurücklässt in einem unruhigen Meer meiner Gefühle, mir aufs neue klarmacht, dass ich meine Gefühle nicht abarbeiten und danach als erledigt unter ‚G’ ablegen kann.


traurig in knight feeling

Freitag, 9. Mai 2008

Kaffee

Hase70Ich trinke Kaffee. *)
Das Schönste, was einem Kaffee passieren kann.
Ist dieser Kaffee jetzt glücklich? **)
Oder bin ich glücklich, weil ich es dem Kaffee ermöglichte, das für ihn Schönste erleben zu dürfen?
Vielleicht war es gestern auch nur zuviel Sonne.
Und gleich sind wieder Zweifel da.

"Zweifel plagen mich. Was ist, wenn alles bloß Illusion ist und nichts existiert? In diesem Fall habe ich entschieden zuviel für meinen Teppich bezahlt." Woody Allen

Ich bin wieder am Netz.
Neuer Anbieter, voll komfortabel, keinerlei Kabel mehr.***) Dazu alles etwas preiswerter.
Und kann jetzt mein Laptop an den See schleppen und auch dort netzen.
Doch ich traue mich nicht.
Irgendwie empfinde ich es als Sakrileg.
Als ob ich den kleinen See beleidigen würde.
Ich denke nach und versuche mich zu erinnern.
Doch auch bei Klee finde ich keine Antwort.
Will ich denn eine Antwort?



menage
Und wie immer ein wunderschönes kuscheliges Wochenende
für alle vorbeikommenden Menschenkinder,
daheimgebliebenen Simulationen,
verspäteten Suppenkasper
und klapprigen Wackelpuddings.


*) Bei Erscheinen des Beitrages ist die Zeitform 'trank' auch möglich, obwohl, ich bin mir sehr sicher, morgen früh, also heute morgen, auch um die Zeit Kaffee zu trinken. Zeit scheint mir eine Frage des Standpunktes zu sein. Doch vielleicht bezeichnet 'Ich trinke Kaffee' nur eine dauerhafte Tätigkeit von mir, eine von vielen. Nicht andauernd und auch nicht immer öfter. Regelmäßig.
**) Wie mag es wohl der Tasse gehen? Und erst den anderen Tassen?
***) Für die Freaks. Ein schickes kleines Modem. MC950D.
Sonnig in knight feeling

Samstag, 3. Mai 2008

Let’s get the boys on the base

frosch60
Dieser Tage zum 50. Mal.
The Rocket Ronnie O’Sullivan gegen The Scottish Golden Boy Stephen Hendry
Und was sagt der Conferencier bei ihrer Ankündigung:
Let’s get the boys on the base.
Traumhaftes Halbfinale der Snooker -Weltmeisterschaft 2008.
Schubsen bunter Bälle mit einem Stöckchen in Perfektion.
So wunderbar elegant und herrlich nutzlos.
Perfekter Müßiggang.
Und mir fällt dazu und überhaupt dieser Tage nur ein, Lin Yutang zu zitieren:
Die westlichen Menschen lassen sich durch diese Untugenden ihr unveräußerliches Recht auf das gegebene Maß von Müßiggang beschneiden und sich so manchen guten und faulen Nachmittag abgaunern, den sie sonst im Nichtstun verbrächten.
Der Mensch bedarf von Anfang an des zuversichtlichen Glaubens, dass.....neben der edlen Kunst des Erledigens die noch edlere Kunst steht, Dinge unerledigt zu lassen.

Es ist Sommer im Steinmeer.
Gewissen in den Kühlschrank packen und die Seele in der Sonne rekeln lassen.
Achtung:
Aus zuverlässiger Quelle sind wir davon unterrichtet worden, dass ab Montag auch die Ordnungsämter im Steinmeer streiken. „In dieser Zeit werde es keine staatlichen Einnahmen aus Falschparkerei und ähnlichen Ordnungswidrigkeiten geben.“
Leider ist der Streik bis Donnerstag begrenzt.
Schade.

menage
Und wie immer ein wunderschönes kuscheliges Wochenende
für alle vorbeikommenden Menschenkinder,
daheimgebliebenen Simulationen,
verspäteten Suppenkasper
und klapprigen Wackelpuddings.



Sonnig in knight feeling

Mittwoch, 16. April 2008

Edel

Dragonred2Es geschehen noch Zeichen und Wunder, vor allem Wunder.
Mr. Heid ist erstaunt, sehr sogar.
Herr Mörlin fast von den Socken.
Und mir wird so richtig warm ums Herz.
Selbst in dieser modernen Zeit, die nur auf die Zukunft getrimmt ist,
wird noch Wert auf Accessoires für das Rittertum gelegt.
Moderne Technik und alte Besinnlichkeit verbieten sich nicht.
Leider wird es jedoch nicht mehr hergestellt.
Angeblich kein Bedarf.


Na sowas, fehlt es denn hier in dieser Welt an Ehre und Ritterlichkeit?
Nur noch cash and down? Doch was soll's? Nicht meins.
Sieht dieses edle Behältnis nicht wunderschön aus?

olinari-silver-usb-dog-tags-01-kl
olinari-silver-usb-drive-01-kl

verspielt in knight feeling

Sonntag, 13. April 2008

Jealousy

Dragon6Manchmal kann ich mich so richtig ärgern.
Diesmal so richtig, weil ich einfach kein portables Abspielgerät habe.
Ich habe das bisher immer absolut abgelehnt, summenderweise
mit Kopfhörern durch die Gegend zu laufen oder zu radeln.
Ich fand das eben doof.
Musik höre ich meist zu Hause, gern auch im Auto oder im Konzert oder bei Freunden.
Jetzt ärgere ich mich.
Denn seit letzten Mittwoch dringen die Herren Neil Tennant und Chris Lowe, genannt Pet Shop Boys - stellenweise unter Beihilfe von Herrn Robbie Williams und anderer Künstler - permanent in meinen Schädel ein.
Er hat sich eingenistet, der Konzertmitschnitt "Concrete – In Concert at the Mermaid Theatre". aus 2006. Eine richtig gute Kritik dazu bei Herrn Hexa, von dem ich diesen Mitschnitt auch bekommen habe. Es gibt eben noch Menschen mit richtig edlem Geschmack.

Doch jetzt scheint die Sonne und ich will mit meinem magentafarbenen Schlachtross durch die Gemarkungen des Steinmeeres reiten. Und kein portabler player, welch Tort, der mir da geschieht. Es hilft nichts, da kann ich noch so sehr mit meinem Milchzahn schlagen.
Egal, es wird ausgeritten.
Ohne portablen player.
Saug ich mich noch einmal voll mit dem edlen Sound und bin leicht eifersüchtig auf Leute mit portablen player.

Pet Shop Boys featuring Robbie Williams - Jealousy



Es ist Sonntag.

Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo auch immer sie auftreten mögen.

Jeden Sonntag um 11.58 Uhr auf Deutschlandradio Kultur zu hören. Eine Mahnung, dass Freiheit nicht von selbst entsteht, und zeitlebens verteidigt werden muss.

abgespielt in knight and know

Donnerstag, 10. April 2008

I don't wanna feel this pain no more

das-grauen-1„Die Einschläge kommen näher und immer näher und daran merkst Du, dass du älter wirst und der Tod naht.“
So sagte einmal ein um etliche Jahre älterer Freund zu mir und grinste schief.
Er meinte damit, wenn es immer mehr werden in deinem Leben um dich herum, die ihr Leben beenden und sterben.
So konnte ich es nie sehen, denn die Einschläge waren immer da.
Mal mehr oder weniger an der Zahl.
Meine erste Freundin im Alter von 14 Jahren, Blutkrebs.
Zwei Freunde mit ihren Motorrädern, einer mit dem Auto.
Meine Mutter, mein Vater, meine große Schwester.
Alle tot.
Die Einschläge waren immer da.
Ich selbst mehrmals fast, vor sechs Jahren sehr knapp dran vorbei.
Ich habe mich damals für das Leben entschieden, obwohl mir nicht danach war.
Heute ist der 10. April.
Sie hat oder hätte heute Geburtstag.
Ich kann nicht sagen, was zutrifft, denn sie ist seit zehn Jahren verschollen.
Meine Schwester Brita.
Meine Lieblingsschwester.
Wäre sie jetzt da, so könnte ich sie in die Arme nehmen und mich dann wieder mit ihr fetzen.
Wie so oft. Doch sie ist nicht da und ich weiß nicht einmal, ob ich sie vermisse.
Ob ich sie wirklich wiedersehen will.
Denn geschenkt, nein, geschenkt haben wir uns nichts.
Manchmal, zum Schluss fast immer, ging es bis aufs Messer.
Zwei Widder against all odds.
Und doch bin ich heute abend wieder so traurig und ratlos.
Höre Musik und sehe sie vor mir, mir ihren wilden roten Haaren.
Mein Gott, was habe ich sie bewundert!
Ach, vielleicht könnten wir doch in Ruhe miteinander reden.
Die Hoffnung stirbt nie.



traurig in knight feeling

Sonntag, 30. März 2008

Neues von Frau Lucinderella und Herrn Lohengrön

traeumer-3
Dieser Tage wieder ein paar Schnappschüsse von meinem schneeweißen Schwanenpaar geschossen. Ich würde sie ja liebend gern einmal auf den Arm nehmen, wenn sie so zielstrebig zum Ufer geschwommen kommen. Allein Herrn Mörlins Hinweis auf das Gewicht der beiden weißen Prachtexemplare hält mich zurück.
SchwanenportraetSchwan-schnurstracks-klschwan-crossingschwan-knabbert
.........................................................................Was soll man zu diesem süßen Schwanenpaar sagen?
It's only love.
Frau Lucinderella und Herr Lohengrön.
Die Tina......and by the way his name is Bryan.
Da geht wieder eine Rakete ab. Und das ist nicht der Bryan, nee nee.


Es ist Sonntag.
Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo auch immer sie auftreten mögen.

Es ist jeden Sonntag um 11.58 Uhr auf Deutschlandradio Kultur zu hören. Eine Mahnung, dass Freiheit nicht von selbst entsteht, und zeitlebens verteidigt werden muss.


mir schwant was in knight feeling

Mittwoch, 26. März 2008

Abgelaunt

dickschaedelHeute, also heute fühle ich mich etwas abgelaunt.
Im Moment jedenfalls.
Leicht mies drauf und bereit, Ströme fließen zu lassen.
So farbige Ströme wie lila oder grün. Blau oder gelb.
Zur Not auch rot.
Warum?
Es liegt an diesen Tunten. Drei Stück.
Eine tuntiger als die andere.
Grässlich, apokalyptisch hässlich.
Diese drei Spitzbuben sind wahrscheinlich auch die Verursacher des Klimaschwunds.
Wer kann das wissen?
Und wie die aussehen.
Eben richtig tuntig. Wahrscheinlich strapsig und mopsig und mit grünen Strumpfhosen.
Und wenn die ihr ungewaschenes Maul aufmachen oder nachgerade irgendwelche Töne erzeugen, au backe, rasselnde versteinerte Popel sind nichts dagegen. Und der Name, diese Kombination aus Pestbazille und Gierschlund, grrrr.
Richtig, wer aufmerksam gelesen und mitgedacht hat, weiß es jetzt.
Ich meine Die Ärzte.
Der letzte musikalische Abschaum in Deutschland, nein, global. Im ganzen globalen deutschen Universum hat es doch keine so miese Band wie diese offenbar völlig verstandsfreien Notenjunkies. Schlechter als die geht doch gar nicht. Gut, Campino ist noch schlimmer, aber diese wandelnde verbrauchte Klobürste zählt nicht. Schlimm ist nur, dass es im globalen Deutschland auch nichts besseres als Die Ärzte gibt. Also Jungs, dann macht mal weiter und ich fühl mich jetzt besser.


launig in knight feeling

Dienstag, 25. März 2008

Langsam kommt er - der Frühling

Mag dieses Steinmeer auch so manches Menschenkind anfeinden und ich weiß, es ist nicht einfach, in dieser Stadt zu leben, weil ...ja ....weil, ich weiß es jetzt auch nicht recht, warum das so sein soll. Ich komme klar, auch ohne eine Blut- oder Schleimspur zu ziehen.
Ich erlebe so manches Menschenkind aus dem Bundesgebiet, dass in diesem Steinmeer gar bitter jault und es überhaupt nicht schön findet.
Und doch, es gibt schöne Ecken hierzulande.
Am Ostermontagnachmittag am Weißen See.
Der Frühling kommt, wenn auch langsam.
Gegenüber ist die Stelle, meine Stelle.
Und wenn die Zeit heran ist, dann werde ich wieder jeden Morgen schwimmen.
ostermontag-2008
schillernd in knight feeling

Montag, 24. März 2008

Unbeschreiblich auf 42 Hektar

eingang-Jued-Friedhof-klEs war nicht das erste Mal, dass ich voller Zweifel und Vorbehalte davor stand. Vor dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee, heftige Gefühle im Widerstreit, Neugier und Wissensdurst, Unsicherheit und Schuldgefühle und immer habe ich kapituliert und bin wieder gegangen.
Doch diesmal habe ich diese Schuldgefühle und Unsicherheiten überwunden und bin eingetreten. Ich habe einen langen Spaziergang machen dürfen und es nicht bereut.
Und mit jedem Schritt, den ich durch diesen teilweise verwilderten Friedhof machte, passierte etwas Unbeschreibliches mit mir. Die aufgewühlte Unsicherheit, ja fast Angst, mit der ich kam, wich in zunehmenden Maße einer Ruhe und Ausgeglichenheit, die ich so nicht erwartet hatte. ...

Jued-Friedhof-01-klJued-Friedhof04-klJued-Friedhof-07-kl
Jued-Friedhof-02-klJued-Friedhof-05-klJued-Friedhof-06-kl
Jued-Friedhof-03-klJued-Friedhof-08-klJued-Friedhof-09-kl

...........und als ich dann die letzten Blicke über den Friedhof schweifen ließ und all diese Ruhe und Ausgeglichenheit spürte, die auf dem langen Spaziergang in mir Platz gefunden hatte, da war auf einmal eine Melodie von George Harrison da.
Sanfte Gitarrenklänge, die sanften Gesang begleiten.
Mit dieser Melodie im Kopf wußte ich im selben Moment, dass ich wiederkommen werde.
Ohne Vorbehalte und Zweifel.
Nicht als jemand, der Buße tun will oder jemand, der eine Schuld abzutragen hat.
Es ist der Frieden und die Ruhe, die ich an diesem Nachmittag so sehr gespürt habe und die ich nicht missen möchte und die jeder von uns braucht.
Oder sollte ich mich so sehr täuschen?

While my guitar gently weeps - George Harrison

I look at you all see the love there that's sleeping
While my guitar gently weeps
I look at the floor and I see it needs sweeping
Still my guitar gently weeps
I don't know why nobody told you how to unfold your love
I don't know how someone controlled you
They bought and sold you.

I look at the world and I notice it's turning
While my guitar gently weeps
With every mistake we must surely be learning
Still my guitar gently weeps
I don't know how you were diverted
You were perverted too
I don't know how you were inverted
No one alerted you.

I look at you all see the love there that's sleeping
While my guitar gently weeps
Look at you all...
Still my guitar gently weeps.



Der jüdische Friedhof in Berlin-Weißensee ist der größte, noch bestehende jüdische Friedhof Europas. Auf rund 42 Hektar haben hier seit 1880 mehr als 115.000 Menschen ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Nachdenklich in knight feeling

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Neandertaler-kl

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the white lake knight - 13. Mai, 16:40
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the white lake knight - 13. Mai, 16:22
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the white lake knight - 13. Mai, 16:05

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