Radkäppchen
Seit Tagen fahre ich daran vorbei. Manchmal mit Blue Wilhelm, meiner blauen Motorkalesche oder mit Mr. Jingles, meinem magentafarbenen stählernen Schlachtross.
Oder ich komme einfach zu Fuß daran vorbei.
Ich weiß nicht, wie lange sie dort schon am Baum stehen oder besser lehnen.
Unauffällig und still, fast unscheinbar.
Nur zufällig habe ich sie erspäht, als ich wie so oft an der Kreuzung warten musste.
Wieder einmal.
Rot, was sonst.
Warten auf die grüne Verheißung.
Dass ich nicht lache.
Und da habe ich sie gesehen.
Zwei einsame Radkappen, gelehnt an einen großen Straßenbaum.
Gegenüber vom großen Friedhof.
Erst sind sie mir nicht so richtig aufgefallen. Sie sind nichts außergewöhnliches, nein, sehen aus wie zwei beliebige Radkappen. Doch sie harren dort seit Tagen aus, unverdrossen, trotzen Wind und Wetter, Sonne und Regen. Wer weiß, was die Hunde....ich mag da gar nicht dran denken, die armen Radkappen.
Nichts gegen die Hunde, Geschäft ist Geschäft - pinkeln as usual - und vierbeinerseitiges Verständnis für herrenlose Radkappen zu erwarten, ich weiß, das geht zu weit.
Zwei einsame herrenlose Radkappen am Baum, was mag in ihnen vorgehen? Ihrer Aufgabe beraubt, herrenlos in den Weiten der großen unfreundlichen Stadt am Straßenrand.
Herausgerissen, abgerissen ist wohl zutreffender, aus ihrer wichtigen Aufgabe, einen Autoreifen zu verschönern und jetzt verlassen, verloren am Straßenrand, einsam und unnütz.
Wie vielen Radkappen wird es so gehen?
Sie mögen kaum zu zählen sein.
Muss hier schon von der verlorenen Radkappengeneration gesprochen werden, lost hubcap generation?
Da ist es ein Glück für die beiden Radkappen, nicht einsam in der Weite des Universums vor sich hin zu lottern. Gemeinsam mit einer anderen einsamen Radkappe den wechselnden Witterungen trotzen. Wer weiß, vielleicht ist eines der beiden ein Radkäppchen und das andere, nein, nicht der böse Wolf und auch nicht die Oma.
Ich habe da mehr den polierten Radkappenjüngling für das Radkäppchen im Auge. Erleben wir hier eine wundersame Liebesgeschichte der ganz speziellen Art?
In einer – Weiß zufällig jemand, wie lange das bei einem Radkäppchen dauert? – nun, irgendwann in nicht so ferner Zukunft sind sie nicht mehr allein, nein, dann sind sie zu dritt.
Und wenn sie nicht gestorben oder im Shredder gelandet sind oder wieder an einem Autoreifen ihre Runden drehen, dann lehnen sie zu dritt am Straßenbaum und trotzen gemeinsam den Unbilden des wechselhaften Schicksals.
Ist das nicht schön?
reingerollert in knight travel
Oder ich komme einfach zu Fuß daran vorbei.
Ich weiß nicht, wie lange sie dort schon am Baum stehen oder besser lehnen.
Unauffällig und still, fast unscheinbar.
Nur zufällig habe ich sie erspäht, als ich wie so oft an der Kreuzung warten musste.
Wieder einmal.
Rot, was sonst.
Warten auf die grüne Verheißung.
Dass ich nicht lache.
Und da habe ich sie gesehen.
Zwei einsame Radkappen, gelehnt an einen großen Straßenbaum.
Gegenüber vom großen Friedhof.
Erst sind sie mir nicht so richtig aufgefallen. Sie sind nichts außergewöhnliches, nein, sehen aus wie zwei beliebige Radkappen. Doch sie harren dort seit Tagen aus, unverdrossen, trotzen Wind und Wetter, Sonne und Regen. Wer weiß, was die Hunde....ich mag da gar nicht dran denken, die armen Radkappen.
Nichts gegen die Hunde, Geschäft ist Geschäft - pinkeln as usual - und vierbeinerseitiges Verständnis für herrenlose Radkappen zu erwarten, ich weiß, das geht zu weit.
Zwei einsame herrenlose Radkappen am Baum, was mag in ihnen vorgehen? Ihrer Aufgabe beraubt, herrenlos in den Weiten der großen unfreundlichen Stadt am Straßenrand.
Herausgerissen, abgerissen ist wohl zutreffender, aus ihrer wichtigen Aufgabe, einen Autoreifen zu verschönern und jetzt verlassen, verloren am Straßenrand, einsam und unnütz.
Wie vielen Radkappen wird es so gehen?
Sie mögen kaum zu zählen sein.
Muss hier schon von der verlorenen Radkappengeneration gesprochen werden, lost hubcap generation?
Da ist es ein Glück für die beiden Radkappen, nicht einsam in der Weite des Universums vor sich hin zu lottern. Gemeinsam mit einer anderen einsamen Radkappe den wechselnden Witterungen trotzen. Wer weiß, vielleicht ist eines der beiden ein Radkäppchen und das andere, nein, nicht der böse Wolf und auch nicht die Oma.
Ich habe da mehr den polierten Radkappenjüngling für das Radkäppchen im Auge. Erleben wir hier eine wundersame Liebesgeschichte der ganz speziellen Art?
In einer – Weiß zufällig jemand, wie lange das bei einem Radkäppchen dauert? – nun, irgendwann in nicht so ferner Zukunft sind sie nicht mehr allein, nein, dann sind sie zu dritt.
Und wenn sie nicht gestorben oder im Shredder gelandet sind oder wieder an einem Autoreifen ihre Runden drehen, dann lehnen sie zu dritt am Straßenbaum und trotzen gemeinsam den Unbilden des wechselhaften Schicksals.
Ist das nicht schön?
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the white lake knight - 6. Aug, 09:00



Der
Richtig lägger,
Dem Pathologen sei zur Kenntnis gereicht, ...
1000 Jahre Färdd - Färdd wärdd (hoffentlich irgendwann)
Ich