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Sonntag, 18. Mai 2008

Süße Hintern und ein Vorurteil

frosch60
Zwischen Freitag und Samstag war ich kurz und schnell in Dräsden, mir ein paar Vorträge anhören, bis in die Nacht mit Synapsenklempnern quatschen, früh noch ein bisschen workshoppen, Bücher verkaufen und dann wieder mit meinem Neurospezi flugs back home. Zwischendrin mit 90 hinter Lastern herschleichen und philosophische Gespräche mit ihm führen. Das mag er, weil er sonst nicht Auto fährt und so wäre er am liebsten mit mir noch bis nach Rostock gefahren. Am späten Mittag hatte ich ihn wieder bei Mami.
Auf der Hinfahrt durfte ich feststellen, was für ein begrenztes Würstchen ich bin.
Nix multitasking. Fahren und quatschen geht gerade so, doch dazu noch in die richtige Richtung fahren klappt bei mir nicht mehr, hat es wohl noch nie.
catr1Meint doch mein beifahrender Neurospezi mittendrin: “Abfahrt Cottbus? Wollten wir nicht nach Dräsden?“ Ächz, falschen Abzweig erwischt, nächste Abfahrt also kehrt marsch und 80 km verbraten für niente. Als Ausgleich habe ich mich dann noch dreimal in Dräsden verfahren, was bei der geringen Ausdehnung dieses Kaffs nicht weiter tragisch war und irgendwann stand uns dann zufälligerweise das Hotel „Elbflorenz“ im Wege.
Die Krönung waren dann süße Hintern von entzückenden Sachsenmädels und auch sonst Appetitliches. Doch Gott die Schöpfung hatte gleich wieder die Bratpfanne in der Hand und ohne überhaupt die ersten Absichten zu entwickeln, kriegte ich erbarmungslos eine damit verbraten, als die Mädels den Mund aufmachten und mir diesen grässlichen Sachsendialekt um die Ohren hauten. Ernüchterung allenthalben. Das kriege ich einfach nicht auf die Reihe, dieser Dialekt erzeugt bei mir stellenweise richtig Abscheu und Ekel. Und wie soll ich mit einem Mädel schnattern, wenn ich ihr den Mund zugeklebt habe. Von anderem dann ganz zu schweigen. Herr Mörlin meint, das wäre bei mir ein böses Vorurteil und wenn ich mir Mühe geben würde......
Da sage ich nur, nein, das kommt nicht in Frage. Ich will und muss nicht alles ertragen. Es gibt noch weitere Landstriche mit anderen und richtig angenehmen Dialekten und süße Mädels gibt’s da bestimmt auch. Für nächste Woche liegt eine Einladung zum Partykuscheln hier im Steinmeer im Briefkasten. Herr Mörlin kriegt sich schon wieder ’mal gar nicht ein. Von Mr.Heid ganz zu schweigen.

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Du hast es in der Hand, dir über das und jenes kein Urteil zu bilden und deiner Seele dadurch eine Belästigung zu ersparen. Denn den Dingen selbst ist nicht die Kraft gegeben, unsere Beurteilung zu erzwingen. Marc Aurel – Der Weg zu sich selbst

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