Freitag, 3. August 2007

Ich lass mir doch vom dem frühmorgens keinen blasen !

Wirklich, ich bin weiß Gott nicht sehr empfindlich. Nach den vielen Jahren, die ich jetzt in, am und um das Steinmeer herum wohne, kann so etwas auch überhaupt nicht sein. Insgesamt sieben Mal innerhalb des Steinmeeres umgezogen – inklusive eines Ausfluges in die deutsche Provinz - und wäre da nicht der kleine See, der mich doch nunmehr sehr festhält, wer weiß, so ein kleiner Umzug wäre wieder etwas. Schließlich wohne ich jetzt gut sechs Jahre hier. Insgesamt eine ruhige Ecke und das habe ich damals, als es mich hierher verschlug, auch gebraucht und brauche es noch.
Mein Refugium, alles short greifbar, bin schnell auf der Autobahn und schnell Innercity oder Mitte oder am Berg, wo ich mich gerne mit anderen Menschen treffe.
Nur hier will ich Ruhe, nichts als Ruhe.
Am liebsten alle anderen Anwohner im Alter so ab achtzig Jahre, wie unsere Concierge.
Aber nein, es kann der friedvollste Mensch nicht in Frieden leben, wenn es im Steinmeer eine mordsdepperte Verwaltung gibt. Grenzenlos hirnmässig benachteiligt, fällt denen ab und an in ihren komatösen Wachphasen ein, dass das Steinmeer unbedingt zu verschönern sei. Und so schicken sie ihre Schergen los, let’s go crazy.
Unfug machen und die armen Eingeborenen und auch mich zu ärgern.
Womit?
Laubschubsen.
Das arme unschuldige Laub von einer Ecke in die andere.
Und dabei ist noch nicht Herbst.
Nein, ihr Bürodeppen, es ist Sommer. Stört die nicht.
Sie schicken ihre Schergen. Frühmorgens, wenn ich eh noch nicht ganz bei mir bin. Sanftes Andämmern des Tages. Sie kommen mit fiesen Waffen. So sieht dann das Ergebnis aus. Bürgersteig jetzt sauber, Laub liegt auf der Straße. Irgendwann kommt dann das Kehrfahrzeug und saugt es auf. Wohl in den nächsten Tagen, denk ich mir. Hauptsache, das Laub weiß Bescheid und bleibt da liegen. Und womit haben die das Laub dahingeschubst?

DAMIT !
Lautes fieses herumblasen. Vor meiner Tür, vor meinen Fenstern. Mir haben die Ohren quer gestanden und ich hatte lauter Knäuel im Hirn.
Ich will nicht, dass der mir da einen bläst ! Noch dazu so grässlich laut.
Junge, so was geht viel leiser, nöch. Und du musst es doch nun wirklich nicht sein.
Aber was lamentiere ich. Gegen die Schergen der Deppenverwaltung ist nicht anstinkeln.
Doch ich habe es ihm gegeben und ihn listig ganz klammheimlich fotografiert. Ihn und sein Werk. Liegt jetzt übrigens wieder Laub da. Keine Angst, der kommt dieses Jahr nicht wieder. Maßnahme ‚einen blasen’ an der Stelle ist für dieses Jahr abgehakt.

Und jetzt wünsche ich Euch allen ein schönes Wochenende.



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