frisch genörgelter saft
Auch im leben eines knight in der neuzeit gibt es themen, die reichlich öde sind und nicht unbedingt niederschreibenswert. Einmal im jahr kommt beispielsweise die endrechnung von
dem schwedischen safthersteller, ohne den die annehmlichkeiten des lebens heutzutage nicht möglich sind. Meist ist diese rechnung falsch. Im grunde unverständlich, denn ich bestelle und nehme immer den gleichen saft, bin da ganz stur und ändere während des jahres nie meine meinung oder bereite irgendwelche schwierigkeiten für den lieferanten. Immer saft mit 220 umdrehungen, farblos, prickelnd bei 50 Hz.
Auch dieses jahr. Es stimmte wieder einiges nicht in dieser endrechnung und so habe ich mich hingesetzt und eine höfliche nörgel-email an schwedensaft geschickt. Nach ein paar tagen klingelte das telefon und am anderen ende des sprechenden knochen war ein mitarbeiter dieses besagten saftladen. Er hätte meine nörgelei vorliegen und wäre beauftragt, diese nörgelei mit mir zu benörgeln. Nun habe ich für nörgeleien am telefon kein rechtes interesse, denn wenn es hart auf hart kommt, hat wieder keiner irgendwas am telefon genörgelt. Sagte ich zu ihm, er könne mir doch alles auf das papier nörgeln und schicken. Nach anfänglich höflicher tonart wurde sein ton jetzt ruppiger und wenn wir hier nicht gleich gemeinsam meine nörgelei benörgeln würden, dann müsse ich mit konsequenzgenörgel rechnen. Ich sah mich schon in einer saftpresse liegen und die knechte des schwedischen saftladens an der großen schraube drehen, um den saft aus mir zu pressen. Nun wollte ich nicht entsaftet werden und sagte ihm, dass wir das jetzt gemeinsam benörgeln könnten. Und so begann er meine nörgelei an schwedensaft madig zu machen. Hätte , wäre und so fort, und die eine nörgelei, die hätte er ja noch nie erlebt. Ich lag die ganze zeit still in meinem sessel und lauschte seinem abwehrgenörgel. Auf das ‚noch nie’ gab ich bestätigend einen grunzenden laut von mir, so ein unappetitliches kurzgenörgel.
Es war zu merken, wie ihn das noch weiter anfeuerte. Nörgel – nörgel – nörgel und schlussendlich kam dann vom ihm die nörgelansage, wenn er auf meinen briefkopf schaue, dann müsse mir doch bei meiner ausbildung klar sein, dass meine nörgelei doch nun gar nicht ginge und ich sollte einsichtig sein. Schlagartig wach fragte ich mich, wie eine email einen briefkopf haben könne. Dann fiel mir ein, dass ich ja oben namen und anschrift eingestanzt hatte. Krampfhaft versuchte ich, meine synapsen aus dem tiefschlaf zu holen, um ihm zu antworten. Doch da nutzte mr.heid die situation und polterte an meiner stelle:
„Muss ich das jetzt kommentieren?“
Wie sich doch die bloggerei zwischen den synapsen festbeißen kann. Baff über mr.heids einsatz schwieg ich weiter, leicht bis mittelschwer verwirrt. Und der schwedischen entsafter nun vollends von der rolle. Nach kurzem schlußgenörgel konnten wir uns darauf einigen, dass wir uns nicht einigen könnten.
Interessant ist für mich dabei, dass mir dieser kommentarsatz nicht gleich auffiel. Erst einige
zeit später humpelte es durch meine synapsenwirrnis, dass ich saften und bloggen verknüpft hatte. Ab juli wird es einen anderen saftlieferanten geben und den schwedenentsaftern habe ich bei nichteinigung eine verkostung mit anschließendem gemeinschaftsnörgeln beim zuständigen amtsgericht vorgeschlagen.
Vielleicht gibt es dann eine verkostung bei richterin käsekrume (die heißt wirklich so, na jedenfalls fast). Das wird lustig, denn die kann mich so was von nicht leiden. Und ich sie erst. Es ist in den nächsten hundert jahren keinesfalls zu erwarten, dass aus uns ein paar wird.
Aber warum auch?
dem schwedischen safthersteller, ohne den die annehmlichkeiten des lebens heutzutage nicht möglich sind. Meist ist diese rechnung falsch. Im grunde unverständlich, denn ich bestelle und nehme immer den gleichen saft, bin da ganz stur und ändere während des jahres nie meine meinung oder bereite irgendwelche schwierigkeiten für den lieferanten. Immer saft mit 220 umdrehungen, farblos, prickelnd bei 50 Hz.
Auch dieses jahr. Es stimmte wieder einiges nicht in dieser endrechnung und so habe ich mich hingesetzt und eine höfliche nörgel-email an schwedensaft geschickt. Nach ein paar tagen klingelte das telefon und am anderen ende des sprechenden knochen war ein mitarbeiter dieses besagten saftladen. Er hätte meine nörgelei vorliegen und wäre beauftragt, diese nörgelei mit mir zu benörgeln. Nun habe ich für nörgeleien am telefon kein rechtes interesse, denn wenn es hart auf hart kommt, hat wieder keiner irgendwas am telefon genörgelt. Sagte ich zu ihm, er könne mir doch alles auf das papier nörgeln und schicken. Nach anfänglich höflicher tonart wurde sein ton jetzt ruppiger und wenn wir hier nicht gleich gemeinsam meine nörgelei benörgeln würden, dann müsse ich mit konsequenzgenörgel rechnen. Ich sah mich schon in einer saftpresse liegen und die knechte des schwedischen saftladens an der großen schraube drehen, um den saft aus mir zu pressen. Nun wollte ich nicht entsaftet werden und sagte ihm, dass wir das jetzt gemeinsam benörgeln könnten. Und so begann er meine nörgelei an schwedensaft madig zu machen. Hätte , wäre und so fort, und die eine nörgelei, die hätte er ja noch nie erlebt. Ich lag die ganze zeit still in meinem sessel und lauschte seinem abwehrgenörgel. Auf das ‚noch nie’ gab ich bestätigend einen grunzenden laut von mir, so ein unappetitliches kurzgenörgel.
Es war zu merken, wie ihn das noch weiter anfeuerte. Nörgel – nörgel – nörgel und schlussendlich kam dann vom ihm die nörgelansage, wenn er auf meinen briefkopf schaue, dann müsse mir doch bei meiner ausbildung klar sein, dass meine nörgelei doch nun gar nicht ginge und ich sollte einsichtig sein. Schlagartig wach fragte ich mich, wie eine email einen briefkopf haben könne. Dann fiel mir ein, dass ich ja oben namen und anschrift eingestanzt hatte. Krampfhaft versuchte ich, meine synapsen aus dem tiefschlaf zu holen, um ihm zu antworten. Doch da nutzte mr.heid die situation und polterte an meiner stelle:
„Muss ich das jetzt kommentieren?“
Wie sich doch die bloggerei zwischen den synapsen festbeißen kann. Baff über mr.heids einsatz schwieg ich weiter, leicht bis mittelschwer verwirrt. Und der schwedischen entsafter nun vollends von der rolle. Nach kurzem schlußgenörgel konnten wir uns darauf einigen, dass wir uns nicht einigen könnten.
Interessant ist für mich dabei, dass mir dieser kommentarsatz nicht gleich auffiel. Erst einige
zeit später humpelte es durch meine synapsenwirrnis, dass ich saften und bloggen verknüpft hatte. Ab juli wird es einen anderen saftlieferanten geben und den schwedenentsaftern habe ich bei nichteinigung eine verkostung mit anschließendem gemeinschaftsnörgeln beim zuständigen amtsgericht vorgeschlagen.
Vielleicht gibt es dann eine verkostung bei richterin käsekrume (die heißt wirklich so, na jedenfalls fast). Das wird lustig, denn die kann mich so was von nicht leiden. Und ich sie erst. Es ist in den nächsten hundert jahren keinesfalls zu erwarten, dass aus uns ein paar wird.
Aber warum auch?
the white lake knight - 22. Jun, 17:18


